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Disability Studies ist eine sozialwissenschaftliche Disziplin,
die eng mit der Behinderten-Bewegung verbunden ist. Sie setzt
ein soziales Modell von Behinderung dem medizinischen entgegen.
Behinderung wird nicht als individuelle Mangelerscheinung
aufgefasst, sondern als soziale Konstruktion der Gesellschaft,
die beeinträchtigte Menschen in wesentlichen Aspekten
der gesellschaftlichen Teilhabe behindert und in ihrer Lebensgestaltung
bevormundet.
Dieses Verständnis bezieht sich auch auf die wissenschaftliche
Arbeit selbst. Die klassische "Behindertenforschung" wird
in der Regel von Nicht-Behinderten durchgeführt, die
beeinträchtige Menschen untersuchen und erforschen.
Disability Studies versucht Betroffene aus der alleinigen
Rolle des Untersuchungsobjektes zu befreien, in dem sie diese
in den Forschungsprozess einbezieht und damit selbst zu ForscherInnen
macht.
In diesem Forschungsprojekt werden alle Akteure im Zusammenhang
mit der praktischen Persönlichen Assistenz zusammen
mit wissenschaftlichen Personal in Form eines laufend tagenden
Arbeitskreises eingebunden. Die Aufgabe des Arbeitskreises
besteht darin, den gesamten Forschungsablauf zu gestalten,
zu reflektieren, inhaltlich zu bearbeiten und die Ergebnisse
zu analysieren. Der Arbeitskreis wird unter "Forschungsteam" vorgestellt.
Links:
Disability
Studies in Deutschland
Perspektiven
der Disability Studies, Volker Schönwiese |